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Vorstellung des bfg Erlangen

Zuletzt aktualisiert von bfg Erlangen am 21. Juli 2016 - 8:10
Der bfg Erlangen ist eine Weltanschauungsgemeinschaft, die sich den humanistischen Zielen der europäischen Aufklärung verpflichtet sieht. Wir verstehen uns als Teil der freigeistigen Bewegung in Bayern, in Deutschland und weltweit, einer Bewegung, die sich auf die Erklärung der Menschenrechte aus der Französischen Revolution von 1789 bezieht. Diese Bewegung hat von Anfang an gegen die Mächte gekämpft, die den Menschen in Unmündigkeit halten wollen: Gegen den Obrigkeitsstaat und gegen den Machtanspruch der christlichen Kirchen und anderer dogmatischer Religionsgesellschaften.
Daher ist der bfg Erlangen auch korporatives Mitglied des BfG Bayern und des Internationalen Bundes des Konfessionslosen und Atheisten (IBKA). Der bfg Erlangen ist parteipolitisch unabhängig. Wir treten aber ein für politische Ziele, insbesondere für die Verwirklichung der unveräußerlichen Grundrechte des Menschen, wie sie in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vom 10. Dezember 1948 durch die Vereinten Nationen als gemeinsames Ziel aller Völker und Nationen verkündet wurden. Wir setzen uns ein für Toleranz in allen Lebensbereichen und insbesondere für den Schutz von Minderheiten, die nach den Standards der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der UN zu Unrecht diskriminiert werden.
Wir sind überzeugt, dass sozialer Fortschritt in erster Linie durch eine rationale und kritische Wissenschaft ermöglicht wird und dass religiöse Dogmen und Denkverbote hierfür die größten Hindernisse sind. Daher treten wir uneingeschränkt für die Freiheit von Wissenschaft, Forschung und Lehre ein. Wir fordern, dass die im deutschen Grundgesetz vorgesehene Trennung von Kirche und Staat tatsächlich ernst genommen und durchgesetzt wird. Wir wenden uns mit Nachdruck gegen den Machtanspruch der Kirchen, die Lebensverhältnisse von Menschen zu bestimmen, die diesen Organisationen gar nicht angehören: in der Frage der Stammzellforschung, in der Frage der Abtreibung (§ 218 StGB) oder in der Frage der aktiven Sterbehilfe (§ 216 StGB).
Wir fordern, dass der Staat allen Bürgern/innen eine Bildung ermöglicht, die auf dem Boden des wissenschaftlichen Fortschritts steht und die ihnen volle Entfaltung ihrer Persönlichkeit erlaubt.
Die persönliche Freiheit gilt uns als das höchste Gut des Menschen. Wir verteidigen daher entschieden die Glaubens- und Gewissensfreiheit und damit auch die Freiheit, keinerlei religiösen Glauben zu haben. Der bfg Erlangen wahrt die Interessen seiner Mitglieder als kirchenfreier Staatsbürger/innen und unterstützt sie gegen Übergriffe von staatlicher, wirtschaftlicher und konfessioneller Seite.
Die Mitglieder des bfg Erlangen sind bestrebt, die Grundsätze einer humanistisch geprägten Aufklärung auch im Alltag zu verwirklichen und ein Leben in Verantwortung für ihre Mitmenschen zu führen. Wir lehnen Rassismus und Nationalismus in jeder Form ab und unterstützen den Gedanken der Völkerverständigung.
Da diese Ziele nur in einer friedlichen Welt, frei von Furcht und Not, allgemein verwirklicht werden können, treten wir für die Ächtung des Krieges und jeder Form militärischer Gewalt ein. Wir bekämpfen jede Form von Militarismus und fordern eine allgemeine Abrüstung. Internationale Konflikte müssen vor internationalen Gerichten gelöst werden, nicht durch den Einsatz von oder die Drohung mit militärischer Gewalt. Wir betrachten die Wehrpflicht und den Einsatz von Waffen zur Konfliktlösung als unvereinbar mit unseren Grundsätzen. Daher beraten wir jeden sowohl in Fragen des Kirchenaustritts als auch der Kriegsdienstverweigerung.
 

 

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