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Erlanger machten die Karfreitagnacht zum Tage

Zuletzt aktualisiert von bfg Erlangen am 31. März 2018 - 18:33
Das Logo des Erlanger Karfreitags-Logos des bfg Erlangen auf dem Rücken eines T-Shirts

Voller gespannter Erwartungen betraten rund 300 Gäste das Erlanger E-Werk zu einem bislang einmaligen Konzertmarathon - zudem erstmals an einem Karfreitag! - im Erlanger E-Werk auf zwei Bühnen und daher ohne Umbaupausen und anschließendem Tanz bis in den Morgen. Besonders erfreulich war die rundum gute Stimmung bei allen Gästen, die ihren Heimweg meist erst spät antraten!

Für eine furiose Eröffnung des 7-stündigen Non-Stop-Spektakels sorgte zunächst mal der Live-Auftritt des genialen Comic-Autors Ralf König auf der Kellerbühne - seit Jahren Gast und auch "Max & Moritz"-Preisträger sowie Träger des Spezialpreises zum Karikaturenstreit des Erlanger Comic-Salons, der unsere Stadt erstmals auf Einladung des bfg Erlangen besuchte und dabei seine häufig religionskritischen Werke (er ist - wie auch Prof. Theo Ebert - Beirat der humanistischen Giordano-Bruno-Stiftung - gbs, ein aufschlussreiches Who-is-who der deutschsprachigen - humanistischen - Kultur-, Politik- und Wissenschaftswelt) und seine darin stets liebenswerten Figuren in unnachahmlicher Weise für uns zum Leben erweckte. Im Verlauf des Abends war Ralf noch ein vielgefragter Mann für Gespräche mit seiner langjährigen Fangemeinschaft (vor 30 Jahren hatte er erstmals an einem Comic Salon in Erlangen teilgenommen) und eine ausgedehnte Signierstunde.

Besonders erfreut und beehrt fühlten wir uns vom Besuch des wohl bekanntesten Schöpfers Religions-kritischer Skulpturen, David Farago, der uns wie selbstverständlich auch am Infotisch kräftig unter die Arme griff. Aber vor allem hatte er nach dem streitlustigen Moses ("Das 11. Gebot: Du sollst deinen Kirchentag selbst bezahlen!") und dem "nackten Luther" eine weitere liebenswerte - ausnahmsweise nicht seine eigene - Skulptur im "Gepäck", nämlich den "Quengelbischof" (in Anlehnung an Jacques Tillys gleichnamige bekannte Karikatur), den ihm der Düsseldorfer "Aufklärungsdienst" als Leihgabe zu treuen Händen anvertraut hatte (Foto oben: David Farago und Gisa Bodenstein bei der Anreise, links nochmals Farago mit der aufgebauten Skulptur, rechts der Bischof im Portrait). Die Skulptur fand erwartungsgemäß die uneingeschränkt begeisterte Zustimmung und Bewunderung der Gäste und gab zudem Anlass zu zahlreichen Gesprächen mit dem Künstler über sein Werk. Besondere Aufmerksamkeit sollte der - kaum bekannten - Rückseite des Quengelbischofs "Steins des Anstoßes" zuteil werden, die auf dem obersten Foto zu entdecken ist. Spätestens hier erkennen wir, welche kirchlichen Privilegien es in den nächsten Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, noch abzubauen gilt.

Am Vorabend hatte - nach mehreren lokalen Presseberichten - dann auch noch das Bayerische Fernsehen in seiner "Frankenschau" einen sehr sachlichen Beitrag über unsere Veranstaltung ausgestrahlt, in dem neben dem bfg Erlangen - in Person des 1. Vorsitzenden Frank Riegler (s. Foto links) - auch Vertreter der Kirchen und der Stadt zu Wort kamen!

Ausführlich berichteten die Erlanger Nachrichten bereits am Karsamstag online auf nordbayern.de reich bebildert über die Veranstaltung. Und auch aus MÜNCHEN, deren "Heidenspaß" bereits ins zweite Jahr geht, gibt's schon einen Bericht.

Siehe hierzu auch:

           sowie die bereits legendäre

           außerdem beim Postillon: